"Immerhin haben die Habsburger einen Großvater, und sie ist eine Frau."

"Immerhin haben die Habsburger einen Großvater, und sie ist eine Frau."
Der erste Adventssonntag liegt hinter uns. Zur gleichen Zeit die Erinnerung an "unsere Herrscherin" Maria Theresia (1717-1780) aus der Familie Habsburg. An diesem Tag vor 240 Jahren starben in Wien die Erzherzogin von Österreich, die Königin der Tschechischen Republik und Ungarns sowie der Herrscher der habsburgischen Erbländer. Sie wurde nie Kaiserin, wenn sie heute noch vielerorts fälschlicherweise angesprochen wird!

Eine komplizierte Geschichte

Ziemlich kompliziert ist diese Familiengeschichte. Kaiser Leopold I., Marias Großvater, hatte zwei Söhne, Joseph und Charles. Der kaiserliche Thron wurde zuerst vom Ältesten geerbt und wurde Joseph I., aber im Alter von dreiunddreißig Jahren erkrankte er an Ziegen und starb. Die Krone gehörte somit dem jüngeren Charles. Cesar Karel VI. (1685–1740) heiratete er Elizabeth Kristina und suchte verzweifelt die Geburt eines Sohnes, der später die Nachfolge seines Vaters antreten sollte.
Elizabeth Kristina, die ursprünglich für unfruchtbar gehalten wurde, brachte nach fünf Jahren schließlich einen Sohn, Leopold (1716), zur Welt. Das Glück der Familie hielt jedoch nicht lange an, da Leopold bald starb. Elizabeth Kristina wurde bald wieder schwanger und am 13. Mai 1717 wurde eine Tochter, Maria Theresia, geboren. Der Vater (und der Kaiser) Karel freuten sich nicht besonders über die Geburt seines Nachwuchses, er wollte einen Sohn. Später wurden dem Herrscher zwei weitere Töchter geboren, Marija Ana und Marija Amalija.

Pragmatische Sanktion - die Tochter kann das Reich regierenDenkmal in Šenčur

Kaiser Karl VI er war sehr besorgt über das Schicksal der habsburgischen Güter, so dass er mit einer pragmatischen Sanktion (1713) die rechtlichen Grundlagen lieferte und die Herrschaft seiner Tochter Maria Theresia mit dem Familiengesetz über Erbschaft und Unteilbarkeit der habsburgischen Ländereien ermöglichte.
DR. Igor Grdina fügt FB hinzu: „Entscheidend für eine pragmatische Sanktion ist die Unteilbarkeit der habsburgischen Länder. Schließlich hatte Charles zum Zeitpunkt des Schreibens weder einen Sohn noch eine Tochter, und er konnte nicht wissen, ob er keinen Sohn haben würde. Er tat es, aber er starb als Kind. Die pragmatische Sanktion hat eine interessante Geschichte, aber ihr Kern ist unteilbar - in dem Sinne, dass die habsburgischen Länder von einem Herrscher regiert werden müssen. Ohne sie könnte Maria Theresia die Erbin sein, aber wie Ali Baba mit vierzig Banditen ... Sie haben sich im österreichischen Erbfolgekrieg wirklich gegen sie erhoben, und abgesehen vom "alten Fritz" haben sie nicht viel getan - weil die habsburgischen Länder zusammengeblieben sind. In Übereinstimmung mit einer pragmatischen Sanktion. "
Die umliegenden europäischen Herrscher (Frankreich, Preußen, Bayern) stimmten zunächst einer pragmatischen Sanktion zu, aber nach Karls Tod im Jahr 1740 sahen sie eine Gelegenheit, ihre Besitztümer zu erweitern, und ein Krieg um die österreichische Nachfolge begann. Die unerfahrene Maria Theresia zeigte Entschlossenheit in ihrer Herrschaft und gelang es mit militärischer Kraft und diplomatischen Fähigkeiten, auf dem Thron zu bleiben, obwohl sie einige ihrer Gebiete verlor.
1745 wurde Franz Stephen I. von Lothringen, Ehemann von Maria Theresia, römisch-deutscher Kaiser, nachdem die Krone für kurze Zeit (1742–1745) vom nicht-habsburgischen Kaiser getragen worden war.
In ihrer Ehe mit Franc Štefan wurden bis zu 16 Kinder, fünf Söhne und elf Töchter geboren, aber einige von ihnen starben in früher Kindheit. Der älteste Sohn Josephs wurde von Maria Theresia als Mitherrscherin (1765) anerkannt, weil er nach dem Tod seines Vaters wie Joseph II. War. wurde ein römisch-deutscher Kaiser. Gleichzeitig begrenzte seine Mutter seine Kraft, da er zu impulsiv und erhaben wirkte. Nach ihrem Tod Joseph II. 1780 übernahm er die selbständige Herrschaft.

"Immerhin haben die Habsburger einen Großvater, und sie ist eine Frau."

König Friedrich II. Von Preußen, einer ihrer größten Gegner, sagte einmal über Maria Theresia: "Immerhin haben die Habsburger einen Großvater, und sie ist eine Frau."
Die teresianischen Reformen der staatlichen Verwaltung und Justiz brachten ihren Untertanen ein besseres Leben. Damit hat sie Geschichte geschrieben! Kaiserin Maria Theresia hat unter anderem den größten Verdienst, während ihrer Regierungszeit Kartoffeln in unserer Region gepflanzt zu haben, als sie am 16. Mai 1767 den Befehl erteilte, diese Ernte anzupflanzen und damit die Essgewohnheiten unserer Vorfahren zu verbessern. Deshalb wurde 2008 in Šenčur bei Kranj ein Denkmal für sie errichtet.

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Renato Podbersič

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